Mitglieder schwelgten in Erinnerungen

90 Jahre Tennisverein Blau-Weiß Bottrop – zur Feier des Tages kamen am Montagabend über 50 Mitglieder im Clubheim im Stadtgarten zusammen, um gemeinsam anzustoßen und in Erinnerungen zu schwelgen.

„90 Jahre sind eine lange Zeit. Wir sind heute hier, um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verbringen“, begrüßte der Clubwirt und zweite Vorsitzende des Vereins Hans Peter Aust die Gäste. Danach übergab er das Wort an den langjährigen Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden Eberhard Bock, der die Anwesenden mitnahm auf eine Reise durch die Tennis- und Vereinsgeschichte und gleich zu Beginn betonte: „Wir betreiben die schönste Sportart, die es gibt.“

Von der Geschichte bis zur Gegenwart

Eberhard Bock (Mitte)
Eberhard Bock (Mitte)

Von den Ursprüngen des Tennis bei den Mönchen in Südfrankreich, über die Herkunft der Zählweise bis hin zur Rolle Englands als „Mutterland des Tennis“, erläuterte der Ehrenvorsitzende im ersten Teil seiner Rede zunächst die Entstehungsgeschichte des weißen Sports, ehe es zur Stärkungen der Anwesenden an das kalte Büffet ging.

 

Danach tauchte Eberhard Bock gemeinsam mit den Zuhörern in die Geschichte des Tennisvereins im Stadtgarten ein. Der Bau der ersten Plätze, die im ersten Weltkrieg einem Kartoffelacker weichen mussten, die Gründung 1922 durch die Herren der ersten Stunde und die Auflösung des Clubs durch die Nationalsozialisten 1935 – waren die ersten Stationen des Vereins.

Komplimente an den Vorstand

Gemeinsamer Blick ins Pressearchiv.
Gemeinsamer Blick ins Pressearchiv.

„Verdammt früh“, so Bock, ging es 1947 dann weiter mit den Blau-Weißen und der Entwicklung zu einem Vorzeigeclub. Erinnerungen an das erste selbstverdiente Fahrrad durch den Einsatz als Balljunge, an die Einweihung des aktuellen Clubheims und große Namen, die im Stadtgarten zum Schläger griffen, sowie viele weitere Anekdoten ließen die Vergangenheit für einige Momente wieder aufleben. Am Ende seiner Rede war der ehemalige Vorsitzende dann in der Gegenwart angekommen und ließ es sich nicht nehmen sich unmittelbar an seine heutigen Nachfolger zu wenden: „Für die Arbeit, die hier im Verein momentan geleistet wird, kann man dem aktuellen Vorstand nur ein Riesenkompliment machen“, schloss Eberhard Bock abschließend seine Rede, um dann gemeinsam mit den Mitgliedern den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Text und Fotos: Henning Wiegert

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