Vier gewinnt

Nach den erfolgreichen Stadtmeisterschaften war für Christian Schmitke noch lange nicht Schluss. Beim Ernst-Wilczok Pokal, dem Traditionsturnier beim TV Blau-Weiß, und bei seinem Heimspiel, den Holiday-Open, wollte er die Saison krönen. Nach den Bezirks- und Stadtmeisterschaften sollten die Titel drei und vier folgen.

Nach dieser fantastischen Woche ging es nahtlos zum Wilczok Pokal über. Zumindest im Einzel duplizierten sich die Ereignisse zu den Stadtmeisterschaften. Zugelost wurden mir erneut Tim und Stefan, denen ich im Viertel- und Halbfinale gegenüberstand. Und nicht nur das Wetter war ähnlich zu den Stadtmeisterschaften, sondern auch die Ergebnisse. Dabei hatte ich speziell im Halbfinale gegen Stefan einen viel besseren Start als zuvor und führte in beiden Sätzen deutlich. Wurde aber trotzdem in den Match-Tiebreak gezwungen. Im Finale durfte ich erneut gegen einen Mannschaftskollegen antreten. Allerdings stand dieses Mal nicht Mos, sondern Tristan auf der anderen Seite. Da dieser aber im Umzugsstress war und einige seiner Freunde parallel zum Endspiel die Wohnung leerten, fehlte ihm sichtlich die Konzentration. Auch wenn das Ergebnis eindeutiger aussah als es in Wirklichkeit war konnten wir einige sehenswerte Ballwechsel präsentieren und zu Tristans Glück so lange spielen, bis die Wohnung leer geräumt war.

Der Doppelwettbewerb war für mich dieses Jahr sehr interessant, da ich zum ersten Mal in einem Turnier mit Rudi zusammen spielte. Besonders spannend gestaltete sich der zweite Satz des Finals gegen Franky (Zwickl, Anm. d. Red.) und Marcel (Janz, Anm. d. Red.). Nach gutem und eindeutigem ersten Durchgang spielten sich die beiden in Bestform und es wurde enger und enger. Letztlich mussten wir gefühlte zwei Dutzend Satzbälle abwehren, um dann im Tiebreak des zweiten Satzes doch erfolgreich zu sein. Nach dem Spiel wurde ich dann von Max nach den Unterschieden zum Doppel mit Müllerö gefragt. Zu meinem Statement, dass es doch sehr angenehm ist bei Rudis starken Aufschlag am Netz zu agieren, habe ich dann im Nachhinein von Müllerö einen drauf bekommen, da er den Unterschied nicht sehen würde;-) Nichtsdestotrotz war es interessant zu sehen, wie gut Rudi Serve & Volley spielen kann, wenn er es denn mal versucht. Vielleicht wäre das ja sogar mal was fürs Medenspiel….

Zu erwähnen bleibt noch die letzte Parallelität zu den Stadtmeisterschaften, denn auch Wiebke konnte erneut die Damenkonkurrenz gewinnen.

Saison perfekt beendet

Den Turnierabschluss auf Bottroper Ebene bildeten erneut die Holiday Open. Und wie sollte es anders sein, traf ich auch dort wieder auf Tim. Dieses Mal aber im Finale, was eigentlich die große Überraschung des Turniers war. Das soll nicht heißen, dass Tim als totaler Außenseiter ins Halbfinale gegen Tobi (Sprenger, Anm. d. Red.) ging. Nur verlief seine Saison, nach einem halbe Jahr Pause, wie auch der Start ins Match, weniger erfolgreich. Der erste Satz ging dann auch relativ glatt an Tobi. Und auch im zweiten sah es nach einer klaren Angelegenheit aus, bis dann erneut der Regen einsetzte. Die Plätze wurden schwerer, die Bälle langsamer und die Ballwechsel länger. Letztendlich zwang die Dunkelheit zur kurzen Unterbrechung, obwohl Tobi mit 5:3 führte. Ich vermute, dass er die Partie unbedingt zu Ende bringen wollte und sich darauf einließ bei konstantem und dichtem Nieselregen auf Platz vier unter Flutlicht das Spiel fortzuführen. Vom Rand aus betrachtet verschoben sich die Verhältnisse sofort. Tim spielte sicher und Tobi konnte kaum noch einen Ball auf dem langsamen Boden töten. So ging es nach einer Weile in den Tiebreak. Zum Ende wurde der Regen aber so stark, dass die Partie tatsächlich beim Satzball für Tim abgebrochen und auf den nächsten Tag verlegt werden musste. Da es speziell bei so einem Spieltand nicht einfach ist nach einer Unterbrechung weiterzuspielen, fragte ich Tim am nächsten Morgen, ob er sich denn Gedanken zum ersten Return gemacht hätte. Er verneinte und verriet, dass er auf einen Doppelfehler spekulieren würde. Bis zu diesem Punkt belächelte ich diese Aussage innerlich nur, da ich der Meinung bin, dass es viel hilft sich für den entscheidenden Return etwas vorzunehmen. Aber ich wurde eines besseren belehrt, denn Tobi machte tatsächlich einen Doppelfehler. Der Match-Tiebreak war dann noch mal eng, ging aber nach toller Leitung an Tim, der somit zu seinem ersten Finale bei den Holiday Open kam. Leider (für ihn) konnte er dieses Niveau nicht ganz auf das Endspiel übertragen. So kam ich dieses Jahr zu meinem ersten Holiday Open Sieg.

 

Hätte mir jemand zu Beginn des Jahres so einen Saisonverlauf prognostiziert, so hätte ich ihn für verrückt erklärt. Dass es doch so gekommen ist, finde ich immer noch ein bisschen unglaublich. Da ich aber weiß, dass sich so etwas wohl nicht mehr wiederholen lässt, werde ich dieses Jahr auch immer in bester Erinnerung halten und stolz darauf sein, bei der tollsten innerstädtischen Kulisse so viele gute Spiele bestritten zu haben. So bleibt mir zum Schluss nur die Hoffnung, dass die Aschesaison schnell wieder kommt.

 

Ich wünsche allen einen erfolgreichen und kurzen Winter

 

Euer Schmiddi

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Kommentare: 1
  • #1

    Karl -Heinz (Montag, 17 Oktober 2011 18:39)

    Toll - ich habe lange gewartet die Berichte zu lesen und bin von der Teilung, die Kommentare in 3 Abschnitten zu lesen, sehr angetan.
    Der zeitliche Abstand zu den Eeignissen, die ich fast alle life erleben durfte, haben dem Verfasser zu der einer guten Distanz verholfen das Ganze zu sehen. Weiter so - ich bin auf die nächsten Berichte gespannt.
    An dieser Stelle auch ein dickes Lob an die gesamte Redaktion - Stets auf Ballhöhe - Danke !!