Der Bann ist gebrochen

Endlich hat es geklappt. Lange wartete Christian Schmitke auf einen Einzelerfolg bei den Bottroper Stadtmeisterschaften. Der Saisonhöhepunkt war lange Zeit kein gutes Pflaster für den 29-jährigen. In diesem Sommer sollte bei der Rückkehr zum VfL Grafenwald alles besser werden. Im zweiten Teil seines Saisonrückblicks blickt er auf die Titelkämpfe am Sensenfeld zurück.

Besser verliefen für mich aber bekanntlich die Stadtmeisterschaften. Seitdem ich zum ersten Mal im Herren-Endspiel 2000 stand, habe ich noch drei weitere Versuche unternommen dieses zu gewinnen. Jedes Mal ohne Erfolg. Und auch in diesem Jahr hatte ich es nicht unbedingt auf der Rechnung, da meine Form zu wünschen übrig ließ und meine Auslosung auch kein Selbstläufer war.

 

Umso verwunderlicher war es dann, dass ich super ins Turnier startete und zwei deutliche Erfolge gegen Florian Krause und Tim (Rotter, Anm. d. Red.) feiern konnte. Das Halbfinale gegen Stefan Engels war dann für den Donnerstag angesetzt. Wie an den anderen Tagen der Woche wurde auch das Wetter (trotz meines Geburtstages) nicht besser, wodurch wir gezwungen wurden in die Halle zu gehen. Nach einem sehr spannenden und intensiven Match, das im Match-Tiebreak entschieden wurde, konnte ich an diesem Tag noch meinen ersten Finaleinzug feiern. Der Zweite folgte dann ein paar Stunden später in der Regent Halle, in der ich mit Wiebke um circa 22.00 Uhr unser Mixed-Halbfinale startete. Kurz vor zwölf konnte ich dann sogar noch mit einem Bier auf den gelungenen Geburtstag anstoßen. Der dritte Finaleinzug war dagegen nicht so spannend, da wir, wie auch schon in den Partien zuvor, kampflos in die nächste Runde kamen. So kam es dann tatsächlich dazu, dass ich am Finalwochenende drei Partien bestreiten durfte.

Zwei Titel beim Saisonhöhepunkt

Gemeinsam zum Titel: Wiebke Hamel und Christian Schmitke
Gemeinsam zum Titel: Wiebke Hamel und Christian Schmitke

Glücklicherweise hatten wir an diesem Wochenende spielfrei! Die Turnierleitung hatte ja immerhin schon alle Hände damit zu tun, mit dem Wetter fertig zu werden. Am Samstag durfte ich als erstes mit Müllerö gegen Rudi und Mos antreten. Ich denke mal, dass wir für die meisten Zuschauer nicht unbedingt die Favoriten waren. Was wir auch am Samstag bestätigten. Der erste Satz ging ziemlich souverän an unsere Mannschaftskameraden. Durch wieder aufkommenden Regen musste der zweite Satz dann auf Sonntag verschoben werden. Und das Blatt wendete sich. Nach dem, aus meiner Sicht, besten Satz, den wir je zusammen gespielt hatten, ging es in den Match-Tiebreak, der sich sehr ausgeglichen gestaltete. Beendet wurde das Match dann beim Stand von 8:9 durch mich. Und zwar mit einem Doppelfehler! Ich glaube den empfundenen Frust nach diesem Ball muss ich nicht sonderlich umschreiben. Es war einfach grausam.

Glücklicherweise hatte ich nicht allzu lange Zeit über diesen Patzer nachzudenken, da nachfolgend das Herren-Endspiel begann. Und dort traf ich zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Mos. Und wie auch schon bei den Bezirksmeisterschaften kam ich einfach viel besser ins Spiel. Mos machte viele Fehler, wodurch ich den ersten Satz für mich entscheiden konnte. Ich war sehr froh zu diesem Zeitpunkt meine Konzentration halten zu können, da auf dem Nebenplatz Wiebkes Endspiel gegen Christina (Stottrop, Anm. d. Red.) angesetzt war. Eigentlich war ich gar nicht froh darüber, dass wir nebeneinander spielen würden, da ich schon vorher wusste, dass ich den Spielverlauf auf dem Nebenplatz stetig verfolgen würde. Und so kann ich mich auch jetzt noch genau an Wiebkes Matchball erinnern, bei dem ich gerade auf der Einstandseite returnieren musste. Vielleicht war es sogar der Moment, der mich dazu beflügelte Mos zu breaken und ebenfalls den Fluch des ewigen Zweiten zu brechen. Jedenfalls muss mein Grinsen nach Wiebkes Matchball so groß gewesen sein, dass Michael Krause mich direkt nach dem Spiel drauf ansprach. Ich kann jedenfalls nur sagen, dass es super schön war mit Wiebke gleichzeitig zu gewinnen. Als krönenden Abschluss durfte ich dann sogar noch das Mixed-Endspiel zusammen mit ihr gewinnen.

 

Nach den Stadtmeisterschaften war vor dem Wilczok-Pokal und den Holiday-Open. Auch hier war Kolumnist Christian Schmitke am Start. Lesen Sie morgen den letzten Teil seines Saisonrückblicks.

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