Medenspiele mit gemischten Gefühlen

Die Sommersaison ist vorbei. Zeit für Auf'm Platz Kolumnist Christian Schmitke auf seine Saison zurückzublicken. In drei Teilen "Game, Set & Schmiddi" berichtet er von den letzten Medenspielen, Stadtmeisterschaften, Wilczok-Pokal und Holiday Open. Lesen Sie im ersten Teil, wie die Mannschaft bis zu letzt auf den Aufstieg gehofft hatte, und wie seine Medenspielsaison trotz einer persönlich nicht perfekten Bilanz zufriedenstellend verlaufen ist.

Eine Woche Hallentraining liegt nun hinter mir und ich konnte am Wochenende bereits bei den ersten Spielen der Winterhallenrunde zuschauen. Eigentlich ist das der Punkt im Jahr, an dem ich frustriert realisiere, dass die Aschesaison unwiderruflich vorbei ist und ich mich wieder auf dem viel zu schnellen Hallenböden rumquälen muss. Aber irgendwie sieht es dieses Jahr anders aus. Zum Einen liegt es wahrscheinlich daran, dass wir keinen schönen Sommer hatten und man bei diversen Turnieren schon freiwillig in die Halle gegangen ist. Und zum Anderen, dass für mich die Sommersaison 2011 die wohl intensivste war, die ich bislang gespielt habe. Nach den Wochen der Stadtmeisterschaften und des Wilczok Pokals hatte ich sogar so viel Respekt vor der Flut von Erlebnissen, dass ich meine Berichte immer weiter vor mir her geschoben habe. Aus diesem Grund möchte ich zum Start der Wintersaison noch mal ein paar Momente herausheben.

Kuriosum im Duell der Holländer

Niels de Moree war auch in diesem Jahr ein Punktegarant
Niels de Moree war auch in diesem Jahr ein Punktegarant

Persönlich war für mich die zurückliegende Medensaison die erfolgloseste Zeit. Es gab kein Spiel, nachdem ich mit meiner Leistung wirklich zufrieden war. Und das obwohl die Bezirks- und Verbandmeisterschaften davor und dazwischen so gut verlaufen waren. So kam ich auch in den letzten Partien gegen Moyland und Neuss nicht in Fahrt. Glücklicherweise konnten meine Mannschaftskollegen, speziell gegen Moyland, mein verlorenes Spiel kompensieren. Das Beste und gleichzeitig auch kurioseste an diesem Spieltag war aber das Spiel an Position eins. Kurz vor dem Spiel rief Niels an und sagte, dass er eventuell später kommen würde, da er in Holland noch ein Turnier spielen müsse. Ich denke man kann sich vorstellen, dass ich das im ersten Moment gar nicht lustig fand, da es für Moyland noch um den Klassenerhalt ging und sie auf jeden Punkt angewiesen waren. Und auch für uns war der Aufstieg immer noch nicht abgehackt. Dann stellte sich allerdings heraus, dass Niels bei dem Turnier gegen denselben Gegner wie ein paar Stunden später beim Medenspiel antreten durfte! Sie durften also an zwei verschiedenen Orten innerhalb von ein paar Stunden zweimal hintereinander gegeneinander antreten. Die Ergebnisse aus den Partien waren übrigens symbolisch für die gesamte Saison von Niels. Wie er schon nach den ersten Spielen beteuerte, konnte er seine besten Leistungen immer in Deutschland abrufen. Und so auch an diesem Spieltag. Er verlor in Holland und führte uns in Moyland zum 5:4 Gesamtsieg.

 

Für das letzte Spiel gegen Neuss hatte ich mir noch mal viel vorgenommen, wurde aber durch unsere Gegner gebremst, da sie mit eine Nachwuchstruppe aufliefen, die noch nicht konkurrenzfähig war. So konnte auch dieser glatte Sieg die Saison nicht mehr retten.

Stolz überwiegt der Enttäuschung

Wirft man einen Blick auf den Saisonverlauf des Teams, so sollte man eigentlich meinen, dass wir eine fantastische Saison gespielt haben. 5:1 Siege kann sich in der 1. Verbandsliga schon sehen lassen. Trotzdem überwiegte am Ende die Enttäuschung, da wir den Aufstieg in der Hand hatten und beim entscheidenden Spiel gegen Wuppertal an uns selbst scheiterten. Mittlerweile denke ich aber, dass wir auf die erfolgreichste Saison unserer Truppe stolz sein können und eher die tollen Matches in Erinnerung halten sollten. Denn wenn ich alleine an die Unterstützung und Begeisterung bei unseren Heim- und Auswärtsspielen denke, dann war das einfach nur großartig.

 

Im zweiten Teil blickt Christian Schmitke auf die Stadtmeisterschaften 2011 zurück. Sein erster Einzeltitel ist das große Thema. Lesen Sie auch morgen wieder "Game, Set & Schmiddi".

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Kommentare: 4
  • #1

    Peter (Sonntag, 16 Oktober 2011 10:19)

    öde- langweilig- die Luft ist raus! Langsam ist ein neuer Kolumnist wünschenswert!

  • #2

    Peter (Sonntag, 16 Oktober 2011 16:46)

    Vielleicht sollte ich das auch selber übernehmen!

  • #3

    Christian (Sonntag, 16 Oktober 2011 17:09)

    Hallo Peter! Dann leg mal los! Ich bin gespannt und freue mich auf deinen Bericht!

  • #4

    Klaus (Montag, 17 Oktober 2011 19:45)

    Lieber Peter, lass Herrn Schmidtke doch weiterschreiben. Dann gibt es weiterhin etwas zum Lachen!