"Absolut unverständlich"

"Erfolgreiches Ringen um Zuschüsse" titelte Auf'm Platz in der Ausgabe zur Sommersaison 2011. Vor allem aber war es ein zähes Ringen. An Bedingungen geknüpft, sollte es diese aber endlich wieder geben. Ein großer Erfolg für die Tennisgemeinschaft. Unverständlich daher, warum dennoch nur elf von 15 Vereine einen Antrag auf Bezuschussung stellten.

Die Zuschüsse für vereinseigene Anlagen waren das Thema im letzten Winter. Der Betriebsausschuss des Bottroper Sport- und Bäderamtes musste entscheiden. Die CDU, um den Fraktionsvorsitzen Hermann Hirschfelder sprach sich dagegen aus und wollte die Bezuschussung nicht unterstützen. Hirschfelder stellte sich den kritischen Fragen der Vorstände und bekräftigte auch hier seine Position. Die Tennisvereine verwiesen immer wieder darauf, dass auch zur Zeit des Tennisbooms Zuschüsse geflossen seien, und dass ohne die Zuschüsse womöglich die Mitgliedsbeitrage erhöht werden müssen. Letztendlich stimmte der Betriebsausschuss des Sport- und Bäderamtes für die Bezuschussung, allerdings unter der Bedingung, dass ein Antrag gestellt werden müsse.

Nur elf Vereine stellten einen Antrag

Fachschaftsleiter Klaus Bürger
Fachschaftsleiter Klaus Bürger

Noch beim letzten Frühschoppen vor knapp einem Monat erinnerte Fachschaftsleiter Klaus Bürger die Verantwortlichen an die ablaufende Frist. Nun erreichte die Auf'm Platz Redaktion die Meldung, dass lediglich elf der 15 Bottroper Tennisvereine einen Antrag gestellt hätten. "Es ist für mich absolut unverständlich wie man diese Frist verstreichen lassen kann. Die betroffenen Vereine können sich jetzt selbst darum kümmern, eine Verlängerung zu beantragen", äußerte sich Klaus Bürger.

 

Es wäre die Chance gewesen, den Mitgliedern des Betriebsausschusses des Sport- und Bäderamtes die Notwendigkeit der Zuschüsse zu unterstreichen. Auch die CDU-Fraktion hätte so vielleicht überzeugt werden können. So aber ist es Wasser auf die Mühlen von Hermann Hirschfelder, der sich von Beginn an skeptisch gegenüber der Zuschussregelung zu Gunsten der Tennisvereine äußerte. Im Tennis spricht man bei leichten Fehlern von "unforced errors", genau so etwas ist den betroffenen Vereinen hier unterlaufen. Es wäre leicht gewesen, den Antrag auszufüllen und abzuschicken. Dabei ist es müßig zu spekulieren, woran es bei den einzelnen Vereinen gescheitert ist. Festzuhalten bleibt, dass eine Chance vertan wurde als geschlossene Gemeinschaft aufzutreten und die Zuschüsse abzugreifen. So war das zähe Ringen womöglich umsonst, denn ob auch im kommenden Jahr Mittel zur Bezuschussung bereitstehen, bleibt abzuwarten.

 

Text: Max Lazar

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Kommentare: 1
  • #1

    Snobby (Donnerstag, 13 Oktober 2011 11:04)

    ja, welche Vereine haben es denn nicht nötig ??? Namen bitte und kein bla bla ..