Stimmen aus dem Stadtgarten

Im Stadtgarten herrschte gestern wieder großes Treiben. Auf'm Platz Redakteur Max Lazar hat sich umgehört und Stimmen von Aktiven und Offiziellen gesammelt. Egal ob Sieger oder Zweitplatzierte, alle waren sich einig, dass der Wilczok-Pokal ein gelungenes Turnier war.

Paul-Stephan Schütte
Paul-Stephan Schütte

Paul-Stephan Schütte (1. Vorsitzender TV Blau-Weiß): Am Ende haben die richtigen gewonnen. Als wir bei Meldeschluss gerade mal 68 Meldungen hatten, war mir schon ein wenig Angst und Bange, aber dann haben doch noch genug Leute mitgemacht. Mit 146 Teilnehmern können wir sehr zufrieden sein. Ein Dank gilt der Turnierleitung um Bernd Hillebrand die einen fantastischen Job gemacht haben, Frank Zwickl, der uns die Halle zur Verfügung gestellt hat und allen Aktiven, die sich so Flexibel gezeigt haben. Auch wenn die Saison mit Medenspielen, Stadtmeisterschaften und dem Wilczok-Pokal sehr lang war, können wir mit dem Verlauf dieses Turniers sehr zufrieden sein.

Bernd Hillebrand (Turnierleitung): Fantastisch, wie flexibel sich die Spieler während des Turniers gezeigt haben. Sie waren absolut kooperativ und auch ich möchte Frank Zwickl für die Bereitstellung der Halle danken. Ohne die Halle wären wir nicht durchgekommen. Mir werden besonders zwei Sachen in Erinnerung bleiben. Zum einen, dass trotz des teilweise schlechten Wetters so viele Zuschauer auf die Anlage gekommen sind und zum anderen, dass viele junge Spieler die Chance genutzt haben und hier mitgespielt haben. Für die ist es ein besonderes Ereignis gegen einen Christian Schmitke zu spielen, der hier in Bottrop so etwas wie ein Idol ist. Daran wird sich der Nachwuchs noch lange erinnern.

Jan Möller & Christian Schmitke
Jan Möller & Christian Schmitke

Christian Schmitke (Sieger offene Klasse Einzel & Doppel): Es war mal eine andere Erfahrung mit Jan im Doppel zu spielen. Er hat einen sehr guten Aufschlag und einen sehr guten Volley. Dazu macht er viel Druck was es leichter macht am Netz dazwischen zu gehen. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt und es hat gepasst, auch wenn die Konzentration zum Ende hin etwas wellenförmig wurde.

Vor meinem Einzel hatte ich gerade nach Tristans Halbfinalergebnis ein wenig Respekt. Ich konnte aber von Anfang an aggressiv spielen und habe mich auch hier gut gefühlt. Es hat super viel Laune gemacht und nach meinen eher durchwachsenen Medenspielen hätte ich nicht gedacht, dass ich noch zwei Titel holen kann. Das es endlich geklappt hat ist umso schöner.

 

Tristan Preusse (Finalist Herren Einzel): Ich war schon nach meinen Halbfinalsieg super zufrieden und glücklich, auch in Bottrop mal gezeigt zu haben, was ich drauf habe. Bei den vielen Zuschauern macht es einfach Spaß zu spielen und wenn dann ein Raunen über die Ränge geht macht es unfassbar viel Bock. So etwas kenne ich aus Oberhausen nicht. Heute war ich einfach zu passiv und auch etwas müde und Christian war der bessere Spieler und hat verdient gewonnen.

 

Jan Möller (Sieger Herren Doppel): Das Spiel heute war in Ordnung. Wir hatten eine Phase, in der die Konzentration etwas nachgelassen hat, haben uns dann aber zusammengerissen und das Spiel gewonnen. Im Unterschied zum Matthias ist Christian ein Spielertyp, der mehr nach vorne kommt. Das war natürlich eine Umstellung, es hat aber sehr gut geklappt.

 

Frank Zwickl jr. (Finalist Herren Doppel): Wir haben uns vor dem Spiel gut gefühlt und wollten auf der eigenen Anlage ein gutes Match zeigen. Im ersten Satz sind wir aber nahezu überrollt worden. Die beiden haben eine enorme Geschwindigkeit gespielt und waren am Netz bärenstark. Dann haben wir uns aber gut reingekämpft und mit der Unterstützung der Zuschauer eine gute Leistung gezeigt. Ich denke, viel besser als im zweiten Satz können Marcel und ich kein Doppel spielen. Ich sehe das aber ganz sportlich und muss sagen, dass Christian und Jan verdient gewonnen haben.

Wiebke Hamel
Wiebke Hamel

Wiebke Hamel (Siegerin Damen Einzel): Ich habe mich von Beginn an gut gefühlt und mein Spiel gemacht. Ich wusste, dass Antonia nervös ist und wollte sie deshalb sofort unter Druck setzen. Dazu habe ich relativ wenig Fehler gemacht und bin mit dem Spiel sehr zufrieden. Auch wenn es ein Heimspiel war, war die Stimmung so wie immer, weil wir auch auswärts einfach immer gut unterstützt werden. Aber es war schon cool hier zu spielen, auch wenn eigentlich Platz eins meiner ist. Jetzt werde ich den Schläger aber erstmal für eine Woche in die Ecke stellen.

 

Antonia Lazar (Finalistin Damen Einzel): Ich bin zu nervös gewesen und konnte die Chance die sich mir geboten haben deshalb leider nicht nutzen. Das ist halt doof gelaufen. Auch wenn Wiebke die bessere Spielerin war, hätte ich gerne noch ein paar Spiele mehr geholt. Ich freue mich aber, hier wie schon in der Jugend, im Finale gestanden zu haben und es war einfach spitze vor so vielen Zuschauern zu spielen.

 

Sylke Steede & Maren Loipfinger (Siegerinnen Damen Doppel): Wir wollten Revanche nehmen für die Niederlage bei den Stadtmeisterschaften und das ist uns gelungen. Unser Plan war es, von Anfang aggressiv zu spielen und am Netz dazwischen zu gehen. Das haben wir einigermaßen gut durchgezogen auch wenn wir uns am Ende nochmal schwer getan haben und einige Matchbälle brauchten. Da kamen die Erinnerungen an die vergebenen Satzbälle bei den Stadtmeisterschaften wieder hoch. Alles in allem war es ein super Turnier und wir kommen garantiert wieder.

Andreas Karls (Sieger Herren Einzel 40): Die Bottroper Tennisszene ist klasse. So viele Leute bei den Turnieren und dieses Miteinander - einfach toll. Man merkt förmlich, dass es eine eingeschworene Gemeinschaft ist. Ich habe schon bei den Stadtmeisterschaften gemerkt, welchen Stellenwert der Wilczok-Pokal genießt. Da haben schon viele davon gesprochen und umso glücklicher bin ich, dieses Traditionsturnier gewonnen zu haben. Schade, dass so viele Spieler abgesagt haben.

Claudia Lauben & Susanne Rosenke
Claudia Lauben & Susanne Rosenke

Sandra Schuknecht (Siegerin Damen 40): Das war ein schönes Turnier bei meinem Heimatverein. Leider musste ich zwei Spiele auf anderen Anlagen austragen, umso schöner war es jetzt beim Finale. Ich wollte die Gunst der Stunde nutzen, dass einige bekannte Gesichter nicht dabei waren und das ist mir gut gelungen. Dennoch war der Weg zum Titel kein leichter.

 

Renate Czekalla & Roswitha Libuda (Siegerinnen Damen Doppel 40): Mit dem Sieg heute haben wir nicht gerechnet. Unser Ziel war es gegen die beiden jüngeren nicht unterzugehen. Wir wussten gerade um die schnellen Bälle von Claudia. Dadurch dass wir schon so lange zusammenspielen, vertrauen wir uns blind auf dem Platz und wir haben locker aufgespielt. Nach dem ersten Satz kamen wir dann besser ins Spiel und hatten am Ende das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Der Schlüssel zum Erfolg könnten die vielen Stopbälle gewesen sein.

 

Susanne Rosenke & Claudia Lauben (Finalistinnen Damen Doppel 40): Wir wollten die Partie gewinnen und hatten uns auf ein schönes Spiel gefreut. Am Ende hat dann das Doppel gewonnen, dass mehr Sicherheit und mehr Erfahrung auf den Platz gebracht hat. Schade, dass wir unsere erste Saisonniederlage ausgerechnet heute einstecken mussten. Jetzt geht es erstmal in die Sommerferien und dann kommt der Berger & Franz Cup.

Herbert Stockhausen & Heiner Schlatholt (Sieger Herren Doppel 65): Auch wenn unser Feld von vielen Absagen gezeichnet war, haben wir heute zwei starke Doppel im Finale gesehen. Das war ein tolles Turnier, mit einem schönem Drumherum, ohne Ärgernisse und einfach prima.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Frank (Sonntag, 31 Juli 2011 14:25)

    Hätte die Turnierleitung in der ersten Woche mehr Spiele angesetzt, wären am Ende des Turniers nicht so viele Komplikationen aufgetreten!

  • #2

    Unbekannt (Sonntag, 31 Juli 2011 14:33)

    Obwohl ich dieses Jahr nicht aktiver Teilnehmer des Pokals war, kann ich mich nur Frank anschließen. Bei meinen fast täglichen Besuchen auf der Anlage habe ich mich sehr gewundert, dass in der ersten Woche trotz gutem Wetter kaum Spiele stattfanden. Negativ ist dabei auch, dass Spieler, die weit kommen, zum Schluss des Turniers jeden Tag bzw zweimal täglich spielen mussten. Wenn der Veranstalter in den nächsten Jahren mehr Anmeldungen wünscht, sollte man an diesem Problem arbeiten!