Fr

10

Jun

2011

Übung für den Ernstfall

Wenn es hart auf hart kommt kann ein Defibrilator Leben retten. Um das Gerät auch bedienen gut können, gab es beim TC Rot-Weiß am Donnerstag eine Einführung. Denn im Notfall zählt jede Minute.

Ein Defibrialtor kann Leben retten. Beim TC Rot-Weiß gibt es seit zwei Jahren einen, zum Einsatz kam er glücklicherweise noch nicht. Aber um für den Notfall gerüstet zu sein, gab Matthias Löns, ausgebildeter Krankenpfleger und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Vonderort, am Donnerstag eine Einführung in das Gerät.

Matthias Löns zeigt, wie eine Herzdruckmassage anzusetzen ist. Matthias Löns zeigt, wie eine Herzdruckmassage anzusetzen ist.

"Besser ihr helft schlecht, als gar nicht", so das Credo von Löns. Dabei betonte er, dass es vor allem darum gehe, im Notfall Aufmerksamkeit zu erlangen und die Aufgaben auf verschiedene Schultern zu verteilen. "Wichtig ist, dass sofort der Rettungsdienst alamiert wird", betonte Löns. Als Tipp gab er den knapp 20 interessierten mit: "Ruft Feuer, dann kommen mehr Menschen, als wenn ihr Hilfe ruft." Als erstes sei dann der Atem zu überprüfen und mit der Herzdruckmassage zu beginnen. "Hier gilt die Faustregel, 30 x drücken, zwei Mal atmen", erklärt der Krankenpfleger. Im Idealfall erreiche man eine Frequenz von 120 pro Minute. Der Defibrilator, der im Clubhaus am Volkspark hängt, sei dann selbsterklärend. "Durch den kurzzeitigen Herzstillstand, den der Defibrilator auslöst, kann bei vorherigem Herzflimmern, dann ein neuer Herzrhythmus durch die Massage erzeugt werden", weiß Löns. Dadurch würden die Überlebenschancen um 20 bis 30 Prozent erhöht werden. Zu beachten sei, dass das Gerät für Erwachsene gedacht ist. "Das war eine sehr aufschlussreiche Veranstaltung und im Notfall könnten wir den Defibrilator einsetzen, auch wenn wir natürlich hoffen, dass dies nie der Fall sein wird", bedankte sich der zweite Vorsitzende Günter Placzek bei Matthias Löns für die Einführung. ml

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