Do
27
Jan
2011
Durchmarsch in die 1. Verbandsliga
Im Sommer schlagen sie bereits in der 1. Verbandsliga auf. Jetzt haben die Herren vom TC Waldhof mit einer (fast) makellosen Bilanz auch im Winter den Sprung aus der 2. Verbandsliga geschafft. Neben dem sportlichen Erfolg gab es zudem das Comeback von Julian Schulte zu feiern. Christian Schmitke lässt in "Game, Set & Schmiddi" die vergangene Wintersaison revue passieren und schildert seine Eindrücke, die er in den Hallen der Verbandsligisten sammeln durfte.
29 aus 30
29:1! Unsere Glückszahl in der beendeten Wintersaison 2010/2011. Sie steht für 29 Siege und nur eine Niederlage, die allerdings durch ein abgeschenktes Doppel am ersten Spieltag zu Stande kam.
Hätte mir vor der Saison jemand erzählt, wir würden ohne verlorenes Einzel aufsteigen, so hätte ich ihn für verrückt erklärt. Denn in den letzten Jahren haben wir uns im Winter immer sehr schwer getan. Vor zwei Jahren wären wir in einer schweren Gruppe fast abgestiegen und im letzten Jahr haben wir uns auch nicht mit Ruhm bekleckert. Dort verloren wir nämlich direkt unsere Auftaktpartie mit 2:4 gegen eine stark besetzte Dümptener Mannschaft. Da sich die Mülheimer Truppe auch dieses Jahr wieder bei uns in der Gruppe befand, war ich sehr skeptisch, ob wir endlich den Aufstieg schaffen würden. Aber genau dieser letzte Spieltag war symbolisch für die gesamte Saison. Nach den Einzeln stand es bereits 4:0 und das einzig interessante Spiel hatte mal wieder Mos an Position eins. Zugegebener Maßen lag es nicht nur an unserer überzeugenden Leistung über die Saison hinweg, sondern an dem schwachen Auflaufen der Gegner. Bei Dümpten fehlten, im Vergleich zum letzten Jahr, Nummer eins und zwei! Letztendlich gab es keine Mannschaft, die wirklich vollzählig antrat und unsere Siege gefährdeten. Der einzig engere Spieltag war gleich der erste gegen Bayer Uerdingen, die mit zwei Spielern aufliefen, die hoch in der Rangliste standen. Glücklicherweise trafen sie auf einen in Topform spielenden Mos und Rudi, die ihre Aufgaben glanzvoll erledigten. Mos gegen den Polen Marek Pokrywka und Rudi gegen Malte Roeßing, beide stehen um die 380 auf der deutschen Rangliste. So interessant die beiden ersten Partien auch waren, so eintönig gestalteten sich die Spiele an Position drei und vier. Da Müllero noch etwas kränkelte kam Tristan zu seinem ersten Einsatz in unserer Mannschaft. Eine große Herausforderung war es allerdings nicht und ich glaube so eine leicht Partie wird er an eins in der Bezirksliga diese Saison nicht mehr haben.
Schwere Gegner - Fehlanzeige
Eigentlich sollte man meinen, dass so ein Durchmarsch zum Aufstieg doch toll ist, aber in Wirklichkeit war es für mich der unaufregendste Aufstieg, den ich je gefeiert habe (auch wenn die Aufstiegsfete ein Highlight war…). Es fehlte einfach die Brisanz. Es gab wenige Jahre, in denen ich seit Mitte des Sommers so kontinuierlich und gut trainiert habe, was sich ja auch bei den Stadtmeisterschaften recht gut ausgezahlt hat. Und dann gibt es kein gutes Spiel im Winter. Beispielsweise habe ich in keinem Match an Position drei mehr als vier Spiele abgegeben und musste nie 100% Leistung bringen. Da fällt es echt schwer die Motivation hoch zu halten. Gerechterweise muss ich aber noch hinzufügen, dass es ein wirklich gutes Spiel gab, allerdings war das eine Liga tiefer für unsere zweite Mannschaft. Ich durfte an eins gegen Blau-Weiss spielen und hatte ein wirklich enges Match gegen Franky, der mich bis zum Ende des Match-Tiebreaks intensiv forderte. Also Franky, vielen Dank für mein persönliches Highlight im Winter. Ergänzen muss ich allerdings auch noch ein Highlight, welches nicht unbedingt sportlicher Natur war. Es gab ein Match, das beim Rückblick auf diese Saison immer in Erinnerung bleiben wird. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber ich hatte mein erstes Spiel mit eigenem Balljungen (oder sollte ich lieber sagen Ballerwachsenen) und einem überaus, sagen wir mal, unorthodox spielenden Gegner. Wer dazu mehr erfahren möchte, der sollte mal Müllero ansprechen, der das Schauspiel von der Bank aus betrachten durfte;-)
Vorfreude auf den Sommer
Speziell an dieser Stelle hätte ich aber auch gerne mehr über eine sportlich spannende Saison mit nervenaufreibenden Spielen geredet, doch es sollte einfach nicht sein. Glücklicherweise wird es so eine Spielzeit in absehbarer Zeit nicht mehr geben, da wir im Sommer wieder spannende Spiele in der 1. Verbandsliga zu erwarten haben und im kommenden Winter die höherer Spielklasse uns viel mehr fordern wird. Und das ist es ja auch was Spaß macht und wofür wir alle trainieren!
In diesem Sinne noch viel Spaß bei den letzten Spielen des Winters und eine gute Vorbereitung auf den Sommer.
Euer Schmiddi










