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01

Sep

2010

Game, Set & Schmiddi

Nach den Holiday Open ist vor den Stadtmeisterschaften. Unser Kolumnist Christian Schmitke gibt uns kurz vor Beginn der Titelkämpfe einen Einblick über seine Holiday Open. Seine Ziele für die Stadtmeisterschaften, und wie er sich darauf vorbereitet hat, lesen Sie ab dem 4. September in unserem Magazin.

Bock auf Tennis

Es war ein Turnier wie es für mich schlechter nicht laufen konnte. Ich denke die meisten, die sich in der letzten Woche auf unserer Anlage die Zeit vertrieben haben werden es verfolgt haben. Und dabei fing alles so gut an. Nach ein paar Wochen ohne Tennis und einem super schönen Bergurlaub hatte ich wieder richtig Lust endlich den Schläger in die Hand zu nehmen. Allerdings mussten zur Vorbereitung zwei Trainingstage und zwei Doppeleinsätze bei dem Buschhausener Mannschaftsturnier reichen. Die ersten Schläge, speziell mit Rudi im Doppel waren zwar eine Katastrophe, doch bei super Wetter hat es am Samstag schon echt Laune gemacht. Der erste Einsatz bei den Holiday Open war dann für Sonntag geplant. Wie sich viele von uns wohl erinnern können, haben aber nur diejenigen Spielen können, die schon früh angesetzt waren. Dazu habe ich leider nicht gezählt. Als ich auf den Platz sollte hatte bereits der Dauerregen eingesetzt. Mein erstes Spiel habe ich somit erst Dienstag bestreiten können. Um das super Wetter voll auszunutzen (Die Plätze waren super feucht es war windig und noch recht kühl)  habe ich dann auch alle Gruppenspiele hintereinander gemacht. Nach 11:2 gegen Torben und 4:1 gegen Kai hatte ich das Glück nicht noch weiter im Regen spielen zu müssen, da mein dritter Gegner aus terminlichen Gründen nicht mehr antrat.

Der Plan geht nicht auf

Das Viertelfinale sollte dann am Donnerstag stattfinden. Da Wiebke das Auto tagsüber brauchte hat sie mich von der Arbeit abgeholt und meinte schon beim Einsteigen: „Ich hab schlechte Nachrichten!“. Dies bedeutete, dass Rudi gegen Stefan verloren hat und somit musste ich als Gruppenerster gegen Rudi antreten. Offen gestanden, so hatte ich das nicht geplant. Abgesehen von der sportlichen Seite war es auch nicht gut für unsere Mannschaftskasse. Zur Erklärung: Wir haben in den letzten Jahren immer die Siegprämie in die Mannschaftskasse gezahlt, damit diese aus dem Minus geholt werden kann. Da Mos dieses Jahr im Urlaub war und er die letzten Jahre immer der Leidtragende dieser Regelung war wollten Rudi, Müllerö und ich auch mal einen größeren Beitrag leisten. Der Gedanke war, das Müllerö bei den 30igern und wir in der offenen Klasse doch die Chance hatten wenigsten ein paar Euros mitzunehmen. Im Viertelfinale war dann aber schon klar, dass dieses Vorhaben nicht klappen würde. Müllerö musste krankheitsbedingt zurückziehen und von uns würde nur noch einer ins Halbfinale kommen. Dies war dann letztendlich auch Rudi, der 10:7 gegen mich gewann. Dabei lag ich nach einem super Start schon mit 5:2 und zwei Breaks vorne. Das hätte eigentlich reichen sollen. Aber ich war wahrscheinlich bei der Führung schon zu sicher und hätte nicht erwartet, dass das Spiel so schnell kippt. Meine Konzentration und auch meine Fitness bauten schon nach nur sieben Spielen ab und Rudi fing an zu treffen. Ich muss schon sagen, ich war unglaublich frustriert nach dem Spiel. Die Erkenntnis, dass nach drei Wochen Spielpause die Kondition und Schnelligkeit völlig weg ist (auch wenn sie diese Saison nicht ganz optimal war) trifft einen immer wie einen Schlag. Dabei spielt man jetzt seit über 20 Jahren Tennis und sollte es eigentlich besser wissen.

 

Zumindest das Feiern gelang

Um die sportliche Katastrophe zu vervollständigen verliert Rudi auch noch das Halbfinale gegen Tobi. Dabei muss man sagen, dass Tobi letztendlich das Turnier zu Recht gewonnen hat, da er mit Sicherheit der fitteste und konstanteste Spieler in dieser Woche war.

 

Da es im Herrenfeld ja nicht zu meinen Wunschresultaten kam, ruhten meine Hoffnungen im Damenfeld. Letztendlich wurden aber meine Nerven dort nur noch mehr strapaziert. Nach tadelloser Gruppenphase stand Wiebke im Viertelfinale, welches sie nach sehenswerter Leistung auch recht deutlich gegen Tabea gewann. Im Halbfinale musste sie dann gegen Annika Naß antreten, gegen die sie bereits zwei Mal diese Saison, knapp im Matchtiebreak verloren hatte. Und auch diesmal sollte die Partie eng werden. Nach nervösem Start und einem 0:2 Rückstand, begann sie richtig gut zu spielen. Auch wenn sich beide Damen ständig breakten hieß es nach 90 Minuten 8:6 für Wiebke. Leider wurde daraus noch ein 8:8 und es entschied mal wieder der Tiebreak. Ich hatte echt die Hoffnung, dass es diesmal besser ausgehen würde als im Finale der Bezirksmeisterschaften, aber nach nicht verwandeltem Matchball bei 6:5 hieß es letztendlich 8:6 für Annika. Somit waren für mich die Holiday Open persönlich abgeschlossen. Ganz richtig ist das auch nicht, da die Abschlusspartie am Samstag das Highlight schlechthin war. Das Wetter hat mitgespielt und der Zapfhahn auch, durch den bis halb drei nämlich 270 Liter Bier flossen. Das bedeutete allerdings auch das Ende des Fassbieres, was leider einige dazu verleitete auf Schnaps umzusteigen, was mir persönlich auch ein wenig zum Verhängnis wurde. Es war aber ein krönender Abschluss für ein insgesamt tolles Turnier, das hoffentlich im nächsten Jahr wieder im gleichen Rahmen stattfinden wird.

 

Bis bald,

 

Euer Schmiddi

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