Di
29
Jun
2010
Game, Set & Schmiddi
Super Wetter und tolle Spiele. Zwar verlor Christian Schmitke mit seinen Waldhöfern am Wochenende mit 4:5 gegen den TV Osterath, die gute Stimmung schmälerte das jedoch nicht. In Game, Set & Schmiddi schildert er die Ereignisse vom Wochenende. Lesen Sie, warum Sie am Wochenende einiges verpasst haben.
Top Wochenende
Ein Wochenende wie ein Traum: Super Wetter, Deutschland schießt England vom Platz, Vettel gewinnt den großen Preis von Europa und wir bestreiten gegen die zweite Mannschaft von Osterath unser Saisonhighlight. Schon im Vorfeld ist klar, wenn unsere Gegner in ähnlicher Formation wie zuvor antreten, dann haben wir an allen Positionen tolle Spiele zu erwarten. Und unsere Erwartungen werden noch übertroffen! Denke ich im Nachhinein an den Spieltag, so könnte ich glatt ins Schwärmen geraten. Um jetzt keinen zu langweilen werd ich allerdings nur die Highlights raussuchen, die es aber auch zu Hauf gibt.
Spitzentennis am Quellenbusch
Da Mos an diesem Wochenende auf einer Hochzeit von guten Freunden eingeladen ist, beginnen wir bereits um 13 Uhr. Die Trauung startet um 15 Uhr, weshalb Mos in der ersten Runde spielt. Auf den anderen Plätzen starten Niels und Tim. Bei unseren Gegner spielt an Position 1 Kevin Deden. Für alle, die ihn nicht kennen: Er ist einer der Topspieler im Verband, spielt normalerweise Bundesliga und steht in der deutschen Rangliste an Position 33. Somit ist Niels zum ersten Mal richtig gefordert. Von Beginn an ist das Spiel beeindruckend. Auch wenn Niels der vermeintliche Außenseiter ist, hält er sehr gut gegen Kevin mit. Speziell durch seinen überragenden Aufschlag erspielt er sich viele direkte und auch einfache Punkte. Er hält seinen Aufschlag bis hin zum Tiebreak, den er dann leider glatt zu zwei verliert. Auch wenn das Niveau weiterhin sehr hoch ist, merkt man, dass Niels doch stark am Limit spielt und sehr viel riskieren muss, um mithalten zu können. So führt ein weiteres Break auch zum erneuten Satzverlust und zur Niederlage.
Derweil schafft es Mos konstant am Limit zu spielen. Er tritt gegen Patrick Elias an. Der gehört zu den besten Jugendlichen unter 17 in Deutschland. Seine Technik ist bereits so gut, dass Mos schon beim Einspielen merkt, dass es heute ganz eng werden kann. Jeder Ball wird mit viel Drall und Tempo kurz vor die Grundlinie gespielt. Auch im Match ändert sich nichts. Sein Gegner, der mittlerweile an Position 168 in Deutschland geführt wird, macht viel Druck und schlägt einen Winner nach dem anderen, sobald Mos zu kurz wird. Trotzdem schafft er es seine Aufschlagspiele zu gewinnen und sich an die Spielweise seines Gegners zu gewöhnen. Trotzdem geht der erste Satz mit 6:4 verloren. Ich kann getrost behaupten, dass Mos nach dem ersten Satz das Tennis seines Lebens spielt. Es gelingt alles. Die Sicherheit, der Aufschlag und auch die druckvollen Schläge sind bestechend gut. Er gewinnt den zweiten Satz und muss mal wieder in den Match-Tiebreak. Nach erneuter Abwehr eines Matchballs gewinnt er 11:9 im Dritten! Ein Wahnsinns-Match
Alleine nach den beiden beschriebenen Spielen kann ich ohne zu zögern behaupten, dass wir in Bottrop noch nie so gutes Tennis gesehen haben! Alle die den Spieltag verpasst haben muss ich sagen: Mein Beileid!
Klares Ergebnis trotz guter Leistung
An sechs spielt Tim heute gegen Simon Unger, der uns auch schon durch frühere Spiele ein Begriff ist. Wie erwartet wird das Spiel äußerst schwer. Um mal wider ein paar Zahlen zu nennen: Tims Gegner gehört auch noch zu den besten 300 Spielern in Deutschland! Die Ballwechsel sind lang und interessant, doch letztendlich ist Tim einfach unterlegen. Er verliert 6:1 und 6:2. Auch wenn man bei einer recht hohen Niederlage meist deprimiert ist und nicht hören will, dass man eigentlich gut gespielt hat, trifft dies aber heute auf das Spiel zu.
Gut ist nicht gut genug
Beim Spielstand von 1:2 nach der ersten Runde gehe ich auf den Platz. Heute weiß ich bereits, dass ich erneut gegen einen Linkshänder antreten darf. Ich habe bereits vor fünf Jahren gegen ihn bei den Verbandsmeisterschaften spielen dürfen und schon damals so meine Probleme gehabt. Passend zum Wetter erwische ich einen blendenden Start und bringe zu Beginn alle meine Aufschlagspiele glatt durch. Meinem Gegner geht es allerdings genauso und ich habe bei seinen Aufschlagspielen keine Chance in die Nähe eines Breakballes zu kommen. Besondere Probleme habe ich mit seinem Winkelspiel. Er schlägt konsequent auf der Rückhandseite mit Slice nach außen, was mich überfordert. Müllerö rät mir beim Seitenwechsel durch die Mitte zu returnieren, um ins Spiel zu kommen. Doch selbst das hilft nicht. Bei 3:3 verliere ich nach den ersten leichten Fehlern des Spiels meinen Aufschlag und anschließend auch den Satz. Ähnlich wie bei Tim ist mein Gegner einfach eine Klasse besser und gewinnt nach zwei sehenswerten Sätzen mit 6:4 und 6:1. Bei der anschließenden Spieldiskussion stellt Müllerö nochmals fest, dass ein Sieg nur möglich gewesen wäre, wenn ich zwei Sätze konstant mit 120% gespielt hätte. Und er hat mit der Aussage definitiv Recht.
Die weiße Weste behalten
Da Julian erneut nur als Puffer zum Einsatz kommt trägt Rudi parallel zu mir das letzte Spiel aus. Aus diesem Grund bekomme ich auch leider nicht viel von ihm mit. Seine Reaktionen während des Spiels deuten aber auf eine gewisse Unzufriedenheit hin, die er mir auch nach dem Spiel bestätigt. Diese bezieht sich allerdings nur auf sein Grundlinienspiel. Sein Aufschlag hingegen kommt grandios. Schon wie im Training am Mittwoch kassiert sein Gegner einen Aufschlagwinner nach dem anderen. Und da dieser auch unter den Top 300 in Deutschland steht wage ich es auch stark zu bezweifeln, dass Rudi nicht gut gespielt haben soll. Auch wenn er im ersten Satz in den Tiebreak muss, gewinnt er den zweiten mit einem Break Vorsprung. Und dies nach 2:4 Rückstand! Somit bleibt Rudi der einzige von uns, der seinen fünften Sieg im fünften Spiel feiern kann
Nach den Einzeln steht es also 2:4. Da wir nur zwei Doppel aufstellen können bedeutet dies gleichzeitig unsere Niederlage. Und da Osterath keine Doppel mehr spielen will endet das Match 4:5. Im Gegensatz zu letzter Woche ist aber keiner enttäuscht. Jeder weiß, dass unsere Gegner einfach besser waren und es einfach nur Spaß machen sollte gegen eine solche Mannschaft zu spielen.
Das frühe Ende des Spieltages hat auch einen Vorteil. Wir können noch früher auf das fantastische Wochenende anstoßen. Zum Wohl!
Kommentare: 4
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#1
Man war das ein bärenstarker Spieltag!!!
Echt hochklassiges Tennis auf allen Plätzen...Genau wie der Artikel!Rudi -
#2
Ich wusste gar nicht, dass Mos jetzt auch eine Schiene am linken Fuß hat und eine einhändige Rückhand spielt ;)
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#3
Danke Wiebke ;)
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#4
Ihr hättet lieber das Foto und nicht die Bildunterschrift ändern sollen :-) Super Bericht, super Spieltag! Olé










